Mittlerer Westen

Mittlerer Westen

Corn & Rusty Belt

Der Mittlere Westen liegt recht zentral in den USA und wurde einst so genannt, um sich vom „wilden“ Westen einerseits und dem Osten anderseits abzugrenzen. Große Teile der Region sind sehr fruchtbar und werden entsprechend intensiv landwirtschaftlich genutzt, weshalb dieser Teil Corny Belt genannt wird. Der Mittlere Westen war aber einst auch Hochburg der Autoindustrie und hatte nach deren Niedergang mit einem starken Strukturwandel zu kämpfen. Deswegen nennt man die Region auch Rusty Belt.

Der Mittlere Westen der USA wird direkt von Libertad angeflogen.

An den großen Seen

Im nordwestlichen Zipfel des Mittleren Westens ist es eher kalt und für die Landwirtschaft weniger geeignet. Hier herrscht eher die Forstwirtschaft vor. Hier gibt es auf dem Michigansee und natürlich in den Metropolen der Bundesstaaten einiges zu entdecken.

Chicago

Am Oberen See liegt Minnesota mit der Doppelstadt Minneapolis/St. Paul . St. Paul ist die Hauptstadt des Bundeslandes, Minneapolis aber etwas größer. Hier kann im Mill City Museum, das in einer alten Industriemühle untergebracht ist, die Entwicklung der Region zum „Brotkorb Amerikas“ nachvollzogen werden. Sehenswert ist auch das Walker Art Center mit moderner Kunst und Skulpturen.

Zwischen Oberem See und Michigansee ist Wisconsin das Milchland der USA. Seine Einwohner leiden unter dem Ruf, als hinterwäldlerisch zu gelten – oder kultivieren selbstironisch diesen Ruf. Die Metropole ist Milwaukee , wo im Harley Davidson alle Modelle des Kult-Herstellers ausgestellt werden. Auch in Green Bay ist der Besuch eines technischen Museums angesagt, dem National Railroad Museum. Die vor der Stadt gelegene Halbinsel Door ist das beliebteste Zeil des Bundesstaates.

Ein bisschen weiter südlich hat Illinois einen kleinen Zipfel des Michigansees als Küste. Die mit Abstand größte Stadt ist die „windy city“ Chicago – nach New York und Los Angeles die drittgrößte Stadt der USA. Das engere Zentrum der Stadt wird „The Loop“ genannt und hat fußläufig eine ganze Reihe von Höhepunkten zu bieten, so z. B. das Art Institute, den Millenium Park und die historischen Wolkenkratzer. Von den älteren und den moderneren Wolkenkratzern haben Sie natürlich eine prächtige Sicht über die Stadt und den See.

Auch Indiana hat seinen Anteil am Michigansee. Die Hauptstadt Indianapolis ist vor allem für sein Autorennen berühmt, das Indianapolis 500, das bis zu 300.000 Zuschauer anlockt. Am Rennkurs gibt es ein sehenswertes Museum. Am See ist der Indiana Dunes National Park mit seinen Dünen und den erstaunlich leeren Stränden einen Besuch wert.

Wie Indiana gehört auch Ohio zum Corn Belt der USA. Hauptstadt ist Columbus , eine bedeutende Universitäts- und Sportstadt. Attraktiver ist Cleveland . Die Stadt war vom Niedergang der Autoindustrie besonders betroffen. Hier hat man jedoch nicht so sehr versucht, sich neu zu erfinden. Die Stadt ist immer noch von industrieller Architektur geprägt. Allerdings beherbergen die Fabriken heute Galerien, Restaurants und Brauereien. Unbedingt besuchen sollten Sie das Kunstmuseum und die Rock’n’Roll Hall of Fame. Westlich von Cleveland liegt Cedar Point, ein spektakulärer Achterbahnpark, der Fans aus der ganzen Welt anzieht.

Am Länderdreieck Ohio, Indiana und Kentucky liegt am Ohio River Cincinnati , das auf zwei von Hügeln umgebenen Terrassen angelegt ist. Die Lage und die Architektur machen Cincinnati zu einer liebenswertesten Städte der USA. Sehenswert sind vor allem das Museum of Art und das Museum für Leuchtreklamen.

Michigan wird vom Michigan- und dem Huronsee umschlossen und grenzt auch noch an den Eriesee. Die Metropole ist Detroit . Sie war einst Autostadt und wurde anschließend zum Symbol des Niedergangs am Rusty Belt. Doch inzwischen ist frischer Wind eingekehrt. Junge kreative Menschen haben die verlassenen Fabriken in Lofts, Galerien und Läden verwandelt. Durch die Fabriken in neuem Glanz und die Art Deco Wolkenkratzer hat Detroits Stadtbild einen besonderen Charme. Und auch nicht zu verachten ist das Nachtleben in den vielen Jazzclubs.

In den Great Plains

Die Great Plains sind einige riesige Ebene im Westen Nordamerikas. Hier werden große Mengen Weizen angebaut, und auch die Viehzucht spielt eine dominante Rolle.

Gateway Arch, St. Louis

Missouri ist nach dem gleichnamigen Fluss benannt, dem längsten der USA. In St. Louis mündet er in den mächtigen Mississippi. Missouri hat eine blühende Landwirtschaft und zwei große Städte.

St. Louis ist berühmt als Stadt des Blues (und der Blues, dem Eishockey-Team, bei dem einst „the great one“ Wayne Gretzky spielte), den Sie in vielen Clubs und Bars hören können. Das berühmteste und meist besuchte Bauwerk der Stadt ist aber der Gateway Arch, ein Symbol für die Öffnung in den Westen. Mit 192 Metern Höhe ist der Bogen das höchste Bauwerk der Stadt. Durch diese führt auch die legendäre Route 66, die auf der Chain of Rock Bridge über den Mississippi führt. St. Louis ist ein guter Ort, um eine Tour zu starten. Etwas aufwärts des Mississippi liegt der Ort Hannibal, wo einst Mark Twain lebte und wirkte. Hier können Sie ein Gefühl für die Inspiration seiner großen Werke bekommen.

Die größere der beiden ist Kansas City (Missouri), die nicht (wie vom letzten US-Präsidenten) zu verwechseln ist mit der gleichnamigen kleineren Stadt in Kansas. Das Beste an der Stadt ist das Barbeque, an dem Sie auf jeden Fall teilnehmen sollten, wenn Sie nicht gerade Vegetarier sind. Von Kansas ist es auch nicht allzu weit zum Ozark-Plateau, das aus dem ansonsten von Gletschern abgeflachten Land herausragt. Dort können Sie z. B. wunderbar wandern, Rad fahren oder auch an einer Rafting-Tour teilnehmen.

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Zahlen und Fakten über die USA

Ortszeit (Chicago):
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Einwohner/km²:

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Englisch
120 V, 60 Hz
Dollar (1 AS$ ≈ 1 USD, 1 USD ≈ 1 AS$)
65.254 AS$
92,6 %
9.525.067 km²
331,4 Mio.
33

Stand: 24. Juli 2021
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