Guayanas

Zentral-Suriname Nationalpark

Kaum berührte Paradiese

Der Nordosten Südamerikas wird durch das Bergland von Guayana geprägt, in dem vor allem die Tepuis genannten Tafelberge dominieren. Teile des Hochlands gehören zu Venezuela und Brasilien. Vor allem liegen hier aber die Staaten Guyana und Suriname sowie das französische Übersee-Departement Französisch-Guyana. Da die Guyanas einst von Briten, Niederländern und Franzosen kolonialisiert wurden, unterscheiden sie sich kulturell deutlich von den anderen Staaten Südamerikas.

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Guayana

Guayana war bis 1966 britische Kolonie. Die Probleme dieser Zeit, unter anderem ein Grenzkonflikt mit Venezuela, bestehen teilweise bis heute. Das tut der Schönheit des kleinen Landes aber natürlich keinen Abbruch.

Kaieteur-Fälle
Kaieteur-Fälle

Georgetown ist die Hauptstadt und der einzige Flughafen Guayanas. In der kleinen Stadt gehören das hölzerne Rathaus und die neugotische Kathedrale St. George’s zu den Welterbekandidaten. Touristischer Höhepunkt des Landes ist aber ohne Zweifel der Kaieteur-Nationalpark – der einzige des Landes. Neben der Flora und Fauna ist der Kaieteur-Fall der Höhepunkt des Parks. Der Wasserfall ist rund 100 Meter breit und stürzt 247 Meter in die Tiefe. Die größte Biodiversität weist dagegen die Rupununi-Savanne auf. Hier leben 80 % der Säugetiere und 60 % der Vögel Guayanas. Der Iwokrama Forest gilt als einer der letzten vier unberührten tropischen Regenwälder der Welt. Hier leben zahlreiche vom Aussterben bedrohte Tierarten wie zum Beispiel der Große Ameisenbär.

Suriname

Das ehemalige Niederländisch-Guayana ist seit 1975 ein souveräner Staat und der kleinste Südamerikas. Geprägt wird Suriname von der sumpfigen Küste, seinen Flüssen durch den undurchdringlichen Regenwald und natürlich die Plateaus der Guyanas.

Im Zentral-Suriname-Nationalpark
Im Zentral-Suriname-Nationalpark

Paramaibo ist die Hauptstadt Surinames und der Ort, an dem jede Reise nach Suriname beginnt. In der Stadt ist das eindrucksvolle Palais des Präsidenten sehenswert, das ein sehr gutes Beispiel für die repräsentative Kolonialarchitektur darstellt. Vor der Unabhängigkeit, an die mit dem Tris-Monument erinnert wird, war das Gebäude Sitz des niederländischen Gouverneurs. Beeindruckend sind auch die hölzerne Kathedrale St. Peter und Paul sowie das Fort Zeelandia, das heute ein Museum beherbergt. Das spannendste Museum der Stadt ist die Readytex Art Gallery mit zeitgenössischer Kunst.

Die wahren Schätze Surinams liegen aber im Landesinneren. 80 Prozent des Landes sind mit tropischem Regenwald bedeckt, die in Suriname unter besonderem Schutz steht. Das Naturschutzgebiet Zentral-Suriname ist das größte und wurde von der Unesco als Welterbe geadelt. Die Vielfalt der Flora und Fauna ist hier einzigartig. Viel kleiner ist das Galibi-Schutzgebiet. Es liegt an der Grenze zu Französisch-Guayana am Meer und ist Brutplatz vieler Schildkröten.

Französisch-Guayana

Es ist kaum zu glauben, aber der größte zusammenhängende Wald der Europäischen Union liegt in Französisch-Guayana. Grund dafür ist der Status als Übersee-Departement Frankreichs.

Französisch Guayana
Französisch Guayana

Hauptstadt ist das kleine Cayenne. In der Stadt selbst sind einige Museen und Denkmäler sehenswert, doch insgesamt ist die Kernstadt eher unscheinbar. Zum Stadtgebiet gehören allerdings die 45 Kilometer entfernten Îles du Salut, ein besonders beliebtes Reiseziel. Hier fressen Aras und Totenkopfäffchen dem Menschen aus der Hand. Einst waren die Inseln weniger beliebt – bis 1951 dienten sie Frankreich als besonders hartes und unmenschliches Gefängnis. Praktisch nebenan befindet sich der Weltraumbahnhof Guayana. Von hier starten europäische Raketen ins All.

Nicht weit von Cayenne sind die Marschen von Kaw-Roura einen Besuch wert. Hier können Sie unzählige exotische Vögel, Kaimane, Schildkröten und sogar Jaguare beobachten.

Aktuelles Wetter in den Guayanas

Stand: 18. Juli 2021
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